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Kultur im Quartier - Kulturfestival in Haidhausen

Am Wochenende war von 12:00 - 20:00 Uhr in Haidhausen "Kultur im Quartier" - ein Kulturfestival mit allerlei Aktionen und Aufführungen.

Wir waren etwas spät dran, deshalb sind wir am Sonntag einfach mal durchs Viertel geschlendert. Wir gingen die Preysingstraße hinunter und kamen am Haidhauser Herbergenhof (wunderschönes altes Haus in der Spielstraße, die von der Preysingstraße abgeht) vorbei. Dort war im blumenbewachsenen Innenhof gerade eine Lesung. Am Bordeauxplatz wurden Stücke einer Oper gesungen.



Dann haben wir uns das "Hei" - Haus der Eigenarbeit - in der Wörthstraße mal von innen angeschaut und die gut ausgestatteten Werkstätten begutachtet. Dort wird einem mit Rat und Tat zur Seite gestanden, wenn man eine Idee hat und etwas selber bauen will. Man kann die Räumlichkeiten und die Ausstattung benutzen oder einen der Workshops mitmachen.

Genau daneben befindet sich im Keller die Handdruck-Werkstatt "Fliegenkopf". Dort fand ich es besonders spannend, mir mal die Maschinen genauer anzusehen und die verschiedenen Schriften in ihrem Ursprung. Man konnte auch manche der Drucke käuflich erwerben. Karten, Bücher in Kleinauflage etc.



Nach einem Spaziergang im großen Bogen über die Pariser Straße und den Weißenburger Platz zurück zur Wörthstraße haben wir uns noch, um die Sonne zu genießen und Durst und Hunger zu löschen, beim Nomiya draußen hin gesetzt. Jamjam :-)

True Jungelists!!!! Bassart Festival München

Die Freunde der gepflegten Bassmusik hatten gestern einen Tag zum Feiern, denn es wurde tatsächlich das Forum der Technik und das Planetarium fürs gemeinsame Tanzbein schwingen zur Verfügung gestellt. Von Dub bis Drum'n'Bass über Hip Hop und Jungle und Ragga gab es ein buntes Darbietungsprogramm - live, auch mit Instrumenten, von Vinyl und "aus der Dose". Die Augen kamen auch nicht zu kurz - wenn wenn die Füße eine Pause brauchten, konnte man sich die Kunstausstellung oder eine der Installationen anschauen.

Ich habe schon zwei Wochen vorher gesehen, daß es ein Fest geben wird, wo sie endlich mal wieder die ganzen "alten" D'n'B Crews zusammenbringen. Sowas kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen und habe bald Karten über's Internet gekauft. Gott sei Dank, denn die Schlange hat bis nach draußen gereicht und es war wirklich windig und frisch.

Die romantische Vorstellung, daß es ein etwas "undergroundiges" Fest werden würde (oder wie man es sonst beschreiben will), wurde zwar recht schnell zerstört, schon an der Tür wurden erstmal die Taschen durchsucht und überall waren Security-Leute. Später hat man auch gemerkt warum das ganz gut war. Und klar - im Planetarium stehen auch sehr teure Geräte rum, da kann man das schon verstehen.

Das Publikum war recht bunt gemischt, alle Altersklassen - von geschätzten 16 Jahren bis open end war alles vertreten. Im Erdgeschoss waren die Bands, im Planetarium wurde aufgelegt, Liveact gemacht und die Decke mit Visuals bespielt. Im Keller gab es Kunst und tiefen, wabbernden Dub. Wir haben uns immer mal wieder durchs Haus bewegt, um von allem ein wenig mitzubekommen.

Die Dub Invaders im EG war auf jeden Fall der Hammer. Im Planetarium haben sie tatsächlich Jungle gespielt! Das erste Mal, daß ich bei einem Fest mehrere uralte Jungle-Lieder am Stück gehört hab und mein Lieblingstrack war auch dabei! Booyaka!

Was ich richtig schade fand war, daß sich schon recht schnell rausgestellt hat, daß einige Leute da waren, die sich eigentlich nur aufführen wollten. Der Eingangsbereich war voller Glasscherben und sah aus wie im Krieg. Auch drinnen hat man auf einem Meer von Scherben getanzt. Zu späterer Stunde haben sich nur noch die wenigsten an das Rauchverbot gehalten. Irgend ein Idiot meinte, er muß seinen Servus mit einem Edding auf den Boden des Planetariums setzen. Den Teppich in den Gängen können sie, glaub ich, auch rausreißen. Im Klo mußten sich einige mit Bier an der Wand verewigen.

Ich glaube, die werden dort nie wieder so eine Veranstaltung machen, was wirklich schade ist. Die Musikanlage im Planetarium ist einfach super und ich fand die Location allgemein ne schöne und passende Idee. Nennt mich spießig, aber mir ist ein Rätsel, warum so viele Leute sich so aufführen müssen. Feiern und Rausch ist ja voll in Ordnung. Aber muß man pöbeln und Sachen kaputt machen? Man schießt sich schließlich ins eigene Bein, wenn solche Veranstaltungen dann einfacht nicht mehr stattfinden.

Naja, aber wir haben auf jeden Fall gehörig getanzt und hatten viel Gaudi! :-) Und die Soundanlage war wohl auch super eingestellt, da wir trotz wirklich lauter Musik und zwerchfellvibrierendem Bass kaum Ohrensausen hatten.